USB-Sticks und Speicher

USB Stick

Allgemeines & Funktion: Der klassische USB-Stick stellt eigentlich eine Sonderform der Flash Speicher dar. Anders als die in den Kapiteln zuvor beschriebenen Flash Speicherkarten, besteht der USB-Stick nicht aus einem kleinen Chip, der über einen Einschub in diverse tragbare Geräte eingeführt werden kann, um dort Daten zu speichern, sondern hat als Schnittstelle die USB Technologie. Ein USB-Stick wird üblicherweise als externer Speicher, als Wechseldatenträger genutzt, ähnlich einer tragbaren Festplatte. Im Gegensatz zu den anderen am Markt erhältlichen Wechseldatenträgern (Diskette, CD usw.) verfügt der USB-Stick über hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und vergleichsweise viel Speicherkapazität. Wie auch die Flash Speicherkarten, besitzt ein USB-Stick einen Flash Speicher, der Daten speichern, löschen und natürlich auch herauslesen kann.

Einsatzgebiete: Der USB-Stick wird hauptsächlich als transportabler Datenträger genutzt, der nicht nur praktisch, sondern auch klein und handlich ist. Solch ein Stick ist kaum größer als ein Feuerzeug und passt in jede Hosentasche. Es sind außerdem auch Modelle auf dem Markt, die einen integrierten MP3 Player besitzen und andere nützliche Features beinhalten, die direkt über die angebrachte USB-Schnittstelle angesteuert werden können. Das Vorhandensein einer USB-Schnittstelle ermöglicht die Arbeit auf nahezu jedem Computer dieser Welt, wodurch der USB-Stick in Sachen Kompatibilität nahezu ungeschlagen ist. Lediglich die Übertragungsgeschwindigkeit kann eingeschränkt sein, wenn man es mit einer alten USB 1.1 Schnittstelle zu tun hat. USB 2.0 hingegen bietet da schon mehr Komfort.

Kapazitäten: Die ersten USB-Sticks die im Jahr 2000 auf den Markt kamen fassten gerade einmal 8 Megabyte. Heute sind jedoch schon Modelle auf dem Markt, die unfassbare 128 Gigabyte fassen können. Für einen tragbaren Speicher ist das natürlich enorm, wenn man bedenkt, dass eine CD gerade mal 700 Megabyte und eine DVD auch nur knapp über 4 Gigabyte fassen kann und dazu noch den Nachteil haben, dass man die Daten gar nicht (CD-R, DVD-R) oder nur sehr umständlich (CD-RW, DVD-RW) löschen kann. Auch muss man erwähnen, dass USB-Sticks heutzutage extrem preisgünstig geworden sind. Für wenige Euro kann man bereits einen voll funktionsfähiges Gerät erwerben.

Wie alle Flash Speicher besitzt aber auch ein USB-Stick eine bestimmte Lebensdauer. Man kann grob sagen, dass 100.000 Schreibvorgänge möglich sind, bevor ein Datenverlust auftreten kann. Dies hat den Ursprung in der Flash Technologie selbst.

Durch die Vermarktung des Sticks als Massenware sollte man aber in jedem Fall auf die Qualität des Produkts achten, da die angegebene Lebensdauer zwar anhand der möglichen Schreibvorgänge bestimmt wird, aber ein USB-Stick schon früher kaputt gehen kann, wenn er aus mangelhaften Materialien besteht. Dabei kann schnell die Schutzhülle einreißen oder an manchen stellen brechen bzw. der USB-Stecker beschädigt oder verbogen werden.

Aus finanzieller Sicht wird man da war eher durch die günstigen Preise nicht draufzahlen, aber die verlorenen Daten auf dem Speicher selbst könnten da schon eher negativ auf das Gemüt schlagen.