Smart Media & xD-Picture Card

Smart Media Card

Allgemeines & Funktion: Die Smart Media Card wurde 1996 von Toshiba entwickelt und stellt ein weiteres Produkt von Flash Speichern dar. Anders als bei zum Beispiel der Compact Flash Karte, ist auf diesem Speichertyp kein zusätzlicher Controller integriert, der für die Adressierung auf dem Speicher zuständig ist. Somit muss das Trägergerät (Digitalkamera, MP3 Player usw.) diese unbedingt notwendige Funktion integriert haben. Ein Einsatz wäre sonst technisch nicht möglich. Da die Smart Media Karte über eine relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit (0,8 MB/s) verfügt und die maximale Kapazität auch nur bei 128 MB liegt, wurde sie recht schnell von ihren Konkurrenzprodukten abgelöst und wird hier deshalb auch nicht weiter erwähnt. Der unmittelbare Nachfolger dieser Flash Karte ist die so genannte xD-Picture Card. Sie wurde 2002 von Olympus und FujiFilm auf den Markt gebracht. Ebenso wie die Smart Media Card verfügt auch ihr Nachfolger leider über keinen integrierten Controller.

Einsatzgebiete: Die Smart Media Karte wurde für Digitalkameras und dergleichen verwendet. Da die Produktion mittlerweile jedoch schon eingestellt wurde, sollte man Abstand davon nehmen, ältere Geräte zu erwerben, die auf dieser Speichertechnologie basieren. Die xD-Picture Card wird ebenfalls für Digitalkameras und andere tragbare elektronische Geräte verwendet. Wichtig zu bemerken ist, dass lediglich Olympus und FujiFilm, also die Entwickler der Karte, in ihren Geräten eine xD-Picture Card Unterstützung eingebaut haben und zusätzliche Funktionen anbieten, wenn man hauseigene Produkte und nicht die von der Konkurrenz verwendet.

Kapazitäten: Die Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeit liegt bei der xD-Picture Card bei einigen wenigen Megabyte. Es sind laut Hersteller ungefähr 100.000 Schreibvorgänge möglich, bevor ein Datenverlust wahrscheinlich wird. Theoretisch fasst sie bis zu 8 Gigabyte, wobei momentan (Stand: 2009)nur Versionen von 1-2 Gigabyte erhältlich sind. Sie misst 20mm x 25mm x 1,7 mm.

Man unterscheidet außerdem zwischen normalen xD-Picture Cards, xD-Picture Type M und Type H Karten. Die verschiedenen Typen variieren jedoch grundlegend lediglich in Kapazität und Übertragungsgeschwindigkeit.

Die xD-Picture Card kann mit ihren Konkurrenten leider auf fast keinem Gebiet mithalten. Nicht nur hat sie ein relativ geringes Fassungsvermögen, von derzeit bei maximal 2 Gigabyte, sondern sie ist im Vergleich zu den Mini-Versionen der Konkurrenz auch nicht wirklich kleiner. Ebenso ist die preisliche Situation jene, dass xD-Picture Cards einfach teurer sind, als andere, gleichwertige Produkte auf dem Markt. Außerdem muss erwähnt werden, dass die Unterstützung von Trägergeräten (Digitalkameras, PDAs, MP3 Player usw.) nicht die weit verbreitetste ist. Wahrscheinlich hat dies mit dem nicht integrierten Controller für die Adressierung zu tun, sodass, wie schon oben erwähnt, ein Support hauptsächlich bei Geräten der Entwickler vorhanden ist. Man ist hier wohl sehr stark auf jene Geräte beschränkt, die von Olympus bzw. FujiFilm am Markt erhältlich sind.

Ein erwähnenswerter Bonus, wenn man Olympus xD-Picture Cards verwendet ist wohl jener, dass man dadurch die Olympus Panorama Funktion nutzen kann. Vom Hersteller wird diese Funktion blockiert, wenn Speicherkarten von anderen Herstellern verwendet werden. Eigentlich eine Frechheit, da hier lediglich eine Blockade in Kraft tritt, wenn ein Konkurrenzprodukt vom Trägergerät erkannt wird.