Alternative Datenträger

Alternativer Datenträger

Da der Flash Speicher als solches knapp 10 Jahre nach dem Wechsel ins neue Jahrtausend am Sprung ist, der Standard in Sachen Datenspeicher bzw. Datenträger in Form von USB-Sticks, Flash Karten aber auch Festplatten (Solid State Drives) zu werden, können wir als alternative Datenträger, die auch wirklich marktfähig sind, als Hauptvertreter die klassische Magnet-Festplatte heranziehen. Sie stellt seit Jahrzehnten das bisherige non-plus Ultra in Sachen Datenspeicher dar.

Eine Festplatte (engl.: hard disk drive - HDD) arbeitet mit einer magnetischen Drehscheibe, auf der Daten in Form von kleinen magnetisierten Feldern beschrieben und dadurch gespeichert werden. Mittlerweile sind Speichervolumen von über 2 Terabyte, also 2000 Gigabyte möglich, was natürlich beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass vor einigen Jahren 10 Gigabyte schon als bahnbrechende Speichergröße angesehen wurde.

Gelesen und beschrieben wird über einen kleinen Schreib-/Lese arm, der sich, ohne die Magnetscheibe zu berühren, über ihr bewegen kann und die magnetischen Informationen auf dem Datenträger verändern (Speichern) oder einfach ermitteln kann (Lesen). Der Abstand liegt im Nanometerbereich, weshalb es essenziell ist, dass die Luft innerhalb der Festplatte keinerlei Verunreinigung haben darf. Ist dies nicht der Fall, so kann der Schreib-/Lesekopf die Scheiben berühren und dadurch zerstören.

Die Daten werden in konzentrischen Kreisen auf der Platte aufgetragen. Dabei wird jede Magnetscheibe in Spuren, Blöcke und Sektoren unterteilt. Eine Spur enthält mehrere Blöcke, die die kleinste Einheit einer Festplatte darstellen. Ein Block fasst üblicherweise 512 Byte für Nutzerdaten und einen kleinen zusätzlichen Kontroll- und Prüfbereich. Alle Blöcke mit den selben Winkelkoordinaten werden zusammengefasst und somit als Sektor bezeichnet.

Ein großer Nachteil von Festplatten ist ihre Sensibilität gegenüber Erschütterungen, da auch dadurch der Schreib-/Lese Arm seine Position verändern kann und auf die Scheiben auftreffen könnte. Ein Headcrash, also die Zerstörung der Festplatte, wäre die Folge. Die Lebensdauer einer Festplatte kann man nicht wirklich eindeutig festlegen. Sie liegt wohl, abhängig von den Witterungsverhältnissen (Temperatur usw.) bei 10 bis 30 Jahren.

Optische Datenträger sind natürlich (in begrenzter Form) auch mit dem Flash Speicher zu vergleichen. Der große Nachteil an ihnen ist natürlich der Umstand, dass es keine CD oder DVD-Festplatten gibt und man sie wirklich rein als externen Datenspeicher verwenden kann. Sie haben einen ähnlichen Aufbau wie eine Magnetfestplatte. Die Speicherung der Informationen passiert ähnlich in konzentrischen Kreisen. Der große Unterschied jedoch ist jener, dass die CD nicht durch die Magnetisierung der Oberfläche auf der Scheibe ihre Daten speichert, sondern mittels optischer Informationen. Ein Laser "brennt" sozusagen die Information auf den Datenträger und der Laser liest sie anschließend auch wieder. Dadurch können 0 und 1 ermittelt werden und somit auch Daten. Die DVD bzw. die Blue-Ray Disk basiert im Prinzip auf der selben Arbeitsweise. Lediglich die Ausführung ist kleiner, weshalb auf eine Blue-Ray Disk, die einen Lila-Laser verwendet, bis zu 50 Gigabyte passen und auf eine CD nur um die 700 Megabyte. Andere Datenträger kann man derzeit kaum nennen, da sowohl die Diskette, als auch das Magnetband im alltäglichen Gebrauch einfach der Vergangenheit angehört. Die normale Festplatte und optische Datenträger gehören wohl zu dein einzigen wirklichen Alternativen.