Was ist Speicher?

Was ist Speicher?

Um in grauer Vorzeit Daten, Informationen und generell Wissen für die folgende Nachwelt erhalten zu können, hat man früher die Feder in die Hand genommen und alles auf Papier niedergeschrieben. So sind die ersten Bücher entstanden, die über Jahrhunderte ihren Inhalt konserviert haben, sofern sie nicht verbrannt oder zerstört worden sind. Davor wurden Geschichten und Informationen sogar nur in Form von Wandmalereien auf die Innenwände von Höhlen gezeichnet. Riesige Bibliotheken (in welcher Form auch immer) und Büchersammlungen haben damals (und natürlich auch noch heute) das Wissen sozusagen gespeichert. Dabei ist nicht nur der Aufwand, solch ein Buch zu schreiben enorm, sondern auch der Platz, den diese "Wissensspeicher" beansprucht haben, war stattlich. Ein Gang in die Staatsbibliothek lässt verstehen, welche Dimensionen dies angenommen hat. Durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung unserer Welt, ist ein Trend entstanden, der immer mehr und mehr Informationen auf immer weniger Platz speichert.

Heutzutage ist das Buch an sich ja eigentlich schon fast ein Auslaufmodell, ja für manche Menschen ein gar künstlerisches Relikt aus jenem Zeitalter, wo die Technik von heute nicht einmal in Zukunftsvisionen erahnt wurde. Beispielsweise kann man mittlerweile alle Informationen, die solch eine Bibliothek von damals beherbergt hat, auf einem einzigen, relativ kleinen, Datenspeicher unterbringen, der nicht größer als ein Feuerzeug ist und zudem sicherer und resistenter gegen die Witterung ist, als ein Buch. Doch die Art und Weise, wie man Daten in elektronischer Form absichern kann, hat sich ebenso gravierend geändert. Während man vor einigen Jahren, in der Steinzeit der Elektronik sozusagen, noch Lochkarten und Magnetbänder mit (sehr begrenzt vielen) Informationen bestückt hat, verwendet man heute Festplatten, DVDs und USB-Sticks, wobei letztere besonders mobil einsetzbar sind. Vor allem der Speicherplatz nimmt mit jeder neuen Generation massiv zu. Zwischen der Lochkarte, die wenige Informationen, Zahlen, Buchstaben und Daten in Form von Löchern auf einem Papierstreifen "speichern" konnte und heutigen Festplatten, mit ihren rotierenden Magnetscheiben und Schreib-/ Leseköpfen, deren Größe teilweise schon längst die Terabyte Grenze überschritten haben und auf denen man hunderttausende Lieder, Bilder und Videos unterbringen kann, liegen dann doch schon mehr als nur Welten, sowohl in Sachen Technik, als auch Kapazität. Vergessen sollte man außerdem auch nicht, dass auch wenn sich ein Terabyte für uns heutzutage als viel anfühlt, wir wohl das selbe Gefühl bei der ersten 1 Gigabyte Festplatte hatten und mit absoluter Sicherheit werden die Terabyte Festplatten nicht das Ende darstellen. Die Geschwindigkeit, mit der die Technik voranschreitet nimmt zudem immer mehr und mehr zu. Der Datenträger, der in 10 Jahren in unseren Computern eingebaut sein wird, ist aus heutiger Sicht mit Sicherheit unglaublich und undenkbar.

Aber auch in der physischen Größe der Datenträger hat sich einiges verändert. Ein USB-Stick fasst heutzutage schon Datenmengen, die die dreistellige Gigabyte Grenze überschritten haben. Dafür, dass so ein Stick nicht größer, als ein Feuerzeug ist, ist dies schon mehr als nur beachtlich. Ansätze von Nanotechnologie lassen nur erahnen, welches Ausmaß diese Entwicklung in der Zukunft annehmen könnte, wenn man neuen Technologien weiter nachgeht.