Moderne Speichermedien

DVD

Als Weiterentwicklung der CD kann man die DVD (Digital Versatile Disc) ansehen, die heutzutage als Standardmedium für Filme und Videos gilt, aber schon teilweise von der nächsten Generation der optischen Datenträger abgelöst wird, der Blueray Disc. Eine DVD basiert im Prinzip auf der selben Technik wie eine CD, nur schafft sie es, die Daten auf der Scheibe viel kompakter zu lagern. Dies wird unter anderem durch einen besseren Laser erreicht. Die Blueray Disc perfektioniert diese Technologie nahezu und schafft es außerdem, über mehrere Schichten noch mehr Daten speichern zu können als ihre Vorgänger. Die DVD verfügt zwar auch über diese Möglichkeit, aber was nützt die doppelte Kapazität, wenn es eine Blueray Disc gibt, die ein Vielfaches davon Speichern kann.

Um einen kleinen Vergleich der Speichermöglichkeiten zu bieten, kann man auf einem Lochstreifen einige Tausend Bytes abspeichern. Eine Diskette umfasst bis zu einigen Megabyte und eine CD ca. 700 Megabyte. Die DVD hingegen hat schon eine Kapazität von mehreren Gigabyte und die Blueray Disk sogar schon bis zu 50 Gigabyte.

Aber da die Technik nicht immer in eine Richtung wandert und das Lesen und Beschreiben von optischen Datenträger mitunter doch recht aufwändig ist, konnte sich nebenher auf noch der so genannte Flash Speicher durchsetzen. Besonders interessant war dieser natürlich im Bereich der digitalen Fotografie, weswegen er ursprünglich auch entwickelt wurde. Schließlich ist es praktisch unmöglich in eine kleine Digitalkamera einen CD Brenner einzubauen, der die geschossenen Bilder direkt auf die CD brennt. Ebenso wenig war die Diskette tauglich, da sie einfach zu wenig Daten zu langsam speichern konnte.

Der erste Flash Speicher wurde von Sandisk 1994 auf den Markt gebracht. Er umfasste damals 4 MB Speicher. Mittlerweile ist diese Form der Datensicherung natürlich schon einige Schritte weiter, da man mit 4 MB kaum etwas anfangen kann. Heutzutage sind USB-Sticks, die auf dieser Technologie basieren mit mehreren Gigabyte erhältlich und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man die Festplatte gänzlich gegen einen Flash Datenträger austauschen wird. Im Bereich der Lautstärke und Zugriffszeit ist dieser nämlich einfach unschlagbar. Die Diskette hat genauso wie das Magnetband eigentlich schon längst ausgedient, der Lochstreifen gehört zu den Relikten der Vergangenheit und optische Datenträger sind einfach nicht flexibel genug und benötigen einen zu hohen Aufwand, wenn man sie beschreiben will. Zur Lagerung von Daten sind sie gut geeignet, als Datenspeicher für den täglichen Gebrauch jedoch kaum. Da bleibt nur noch der Flash Speicher übrig, der sich von allen anderen bisherigen Datenspeichern deutlich abhebt.

Zwischen dem Lochstreifen und dem Flash Speicher liegen fast zwei Jahrhunderte und in dieser Zeit wurden unterschiedliche Speichermedien vom Menschen entwickelt, wenngleich die meisten erst in den letzten 40 Jahren. Ob der Flash Speicher nun aber das Ende der Entwicklungsgeschichte darstellen wird, wage ich zu bezweifeln. Sicher ist jedoch, dass er sich neben den optischen Datenträgern und Multimedia Festplatten in der nächsten Zeit weiter etablieren und wohl erst von einer noch bahnbrechenderen Erfindung, wie der Nanotechnologie oder dergleichen abgelöst werden wird. Welche es letztendlich sein wird, steht noch in den Sternen.