Geschichte und Entwicklung

Geschichte und Entwicklung Flash Speicher

Die Entwicklung des heutzutage bekannten Flash Speichers hat sich erst relativ spät in den 90er Jahren zugetragen. Gehen wir aber wirklich zu den Anfängen von Speichermedien zurück, finden wir als ersten kommerziell genutzten Datenträger den Lochstreifen bzw. die Lochkarte wieder. Der Datenstreifen wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundert verwendet, um zum Beispiel Webstühle "programmieren" zu können. Dabei befinden sich auf solch einem Streifen eine Reihe von angeordneter Löcher, die dann als Informationsträger fungiert haben. Diese Technik findet sich auch in den Lochkarten der 80er Jahre wieder, zumal während dieser Zeit der wirklich rasante Sprung in der Elektronik passiert ist. Besonders gut geeignet waren sie für Volkszählungen und andere statistische Ermittlungen. Da natürlich der Aufwand Tausende dieser Lochkarten zu lagern und ordnen enorm war, stieg man kurz darauf auf Magnetbänder um, die aber, wie heutzutage jeder weiß, auch nicht gerade ideal waren.

Diese konnten nicht nur mehr Daten erfassen, sondern im gleichen Atemzug auch schneller und sicherer ausgeben bzw. speichern. Da Magnetbänder natürlich nicht allzu robust sind und die Geräte einen sehr hohen Wartungsaufwand benötigten, hat sich diese Technologie auch nur als Zwischenstufe dargestellt. Auf einem Magnetband speichert man Daten, indem man dieses in seinen Speicherbereichen magnetisiert. Bei dieser Magnetisierung erreicht man eine Markierung, die es möglich macht, durch ein Lesegerät Informationen herauszulesen, welche dann auf dem Computer interpretiert und somit auch wiedergegeben werden können.

Relativ zeitgleich neben den Lochkarten und dem Magnetband hat sich das Diskettenlaufwerk auf dem Markt etabliert. Eine Diskette funktioniert ebenso mit Magnetisierung, diese wird jedoch nicht wie bei einem Magnetband in Form eines Streifens gespeichert, sondern auf einer Scheibe in konzentrischen Kreisen. Zwar waren die Zugriffszeiten am Anfang länger, dafür konnte die Diskette in Sachen Größe und Preis punkten, was natürlich unbedingt notwendig war, um sich auf dem Markt zu etablieren. Über die Jahre wurde die Technik verbessert, aber hat letztendlich ihren Meister in der CD, also den ersten optischen Datenträgern gefunden. Die Compact Disc (CD), die zunächst in der Musikbranche verwendet wurde, fand nach und nach ihren Halt in der Computerwelt. Immerhin fasste sie am Anfang 650 Megabyte, was im hundertfachen Bereich mehr war, als eine damalige Diskette. Zwar wurde die Diskette in unterschiedlichen Formen noch weiterentwickelt (Zip-Diskette, Mini-Disc usw.), aber letztendlich konnten sich diese einfach nicht mehr durchsetzen, da die optischen Datenträger auf dem raschen Vormarsch waren und sich sowohl als wesentlich haltbarer, als auch (nach einiger Zeit) deutlich günstiger herausgestellt haben. Die CD war lange Jahre "DER" Datenträger und wurde in unglaublichen Mengen produziert.

Während in den 80er Jahren die Preise für CD-Laufwerke und Rohlinge noch nahezu unerschwinglich waren, wurden diese letztendlich aber nach und nach billiger. Anfang der 90er waren CD Laufwerke dann schon relativ bezahlbar (umgerechnet mehrere 100 Euro). Durch die ersten marktreifen CD Brenner hat sich die CD als Datenträger für den Haushalt ebenfalls etabliert. Während man jedoch am Anfang noch eine Stunde benötigte, um eine CD voll zu schreiben, kann man heute diesen Datenträger in wenigen Minuten (wenn überhaupt) füllen.