Flash Speicher auf dem Vormarsch

Flash Speicher

Wenn man einen einfachen USB-Stick mit Festplatten und Speicherbeständen der 70er vergleicht, so kommt man eigentlich schon ins Staunen. Kastengroße Geräte haben wenige Megabyte Speichern können. Computer waren so groß wie ganze Räume und man konnte sich glücklich schätzen, wenn man ein großes Magnetband im Koffer mitnehmen konnte. Nicht nur der Aufwand bei der Arbeit mit den Geräten, sondern auch der Wartungsaufwand war enorm. Im Bereich der Speicherkapazitäten können selbst die Diskette, die damals schon unglaublich klein waren, auch nur Daten im einstelligen Megabyte Bereich fassen. Dabei ist so eine Diskette im selben Moment deutlich größer als so ein USB-Stick mit über 100 Gigabyte Fassungsvermögen.

Besonders der Flash Speicher ist hier, in allen seinen Ausführungen, auf dem Vormarsch. Er brilliert und wird vor allem dort verwendet, wo man Daten permanent auf kleinstmöglichem Raum und ohne Stromversorgung speichern will. Einige Beispiele hierfür sind Digitalkameras (wodurch sich der Flash Speicher erst entwickelt hat), Handys, USB-Sticks aber auch MP3 Player können durch den Flash Speicher unzählige Lieder auf kleinstem Raum speichern. Anders als die Festplatte, die nicht nur unangenehme Geräusche erzeugt, sondern auch noch Wärme produziert und sehr anfällig für äußere Witterungsumstände ist, ist der Flash Speicher gegen all diese (bzw. fast alle) potenziellen "Datenvernichter" resistent. Er ist leise, robust und benötigt nur sehr wenig Versorgungsspannung.

Ein Blick in die Zukunft lässt erahnen, dass man den Flash Speicher bald selbst als direkten Konkurrenten zur heutigen Festplatte ansehen kann. Es existieren ja jetzt schon reine Flash Festplatten, die lediglich noch nicht die Unterstützung der Betriebssysteme haben und natürlich im Bezug auf Speicherplatz weniger anzubieten haben, jedoch in allen anderen Bereichen (Lautstärke, Geschwindigkeit usw.) punkten können. Die Festplatte hat derzeit jedoch noch die Nase vorne, denn sowohl in Preis pro Gigabyte, als auch in der Zuverlässigkeit kann ein Flash Speicher in der heutigen Zeit nicht ganz mithalten. Wahrscheinlich ist auch noch ein gewisses Maß an "Tradition", wenn man es so nennen kann, ein weiterer Grund, wieso die Magnetfestplatte noch immer nicht ausgedient hat. Mit fast absoluter Sicherheit werden sich die genannten Nachteile von Flash Speichern aber mit jeder neuen Generation vermindern lassen, bis sie schließlich vollständig verschwunden sind.

Um zu guter Letzt noch die Frage zu beantworten, wie der Flash Speicher denn zu seinem Namen gekommen ist: Die Bezeichnung "Flash" Speicher stammt aus den Laboren von Toshiba, wo ein Entwickler (Shoji Ariizumi) diesen Namen vorschlug, da ihn das Löschen der Datenblöcke an ein Blitzlicht (in Englisch: "Flash") erinnerte. Diese Bezeichnung hat sich letztendlich durchgesetzt und beschreibt eine Speichertechnologie, die alles bisher entwickelte in den Schatten stellen könnte. Wenn man ehrlich sein will, hat sie alles bisher entwickelte schon in den Schatten gestellt und nur die Perfektionierung der Technologie fehlt noch. Weder die Magnetbandtechnologie, noch die Magnetplatten oder gar der Lochstreifen aus grauer Vorzeit bieten soviel Potenzial, wie die Flash Technologie.

In den folgenden Kapiteln und Abschnitten erfährt man näheres zur Technologie, Funktionsweise, Typenbeschreibung, Einsatzgebieten und geplanten Weiterentwicklungen dieses faszinierenden Speichermediums. Dem Flash Speicher gehört die Zukunft !